Holger macht dich schlau!

Was sind SMART-Marketing-Ziele?

Dienstag, 07.08.2018

Was sind SMART-Marketing-Ziele?

Autor: Holger Hartmann

Kategorien: Erfolgsmessung

Egal ob Marketing, Sport oder Privatleben: Es gibt wohl kaum etwas motivierendes, als sich Ziele zu stecken und diese auch zu erreichen! Sind wir uns da einig? Sehr schön.

Gerade im Marketing geben uns Ziele eine Richtung, zeigen uns, ob wir noch auf dem richtigen Weg und unsere Marketing-Maßnahmen im Einklang mit der Strategie sind. Damit nehmen sie für jedes Projekt eine zentrale Rolle ein. Ohne sie steht der Durchführung einer Kampagne zwar nichts im Weg, allerdings wird diese weder strukturiert, noch zielführend sein. Kein Wunder – schließlich ist das gewünschte Ergebnis ja unbekannt.

Ziele sind also unerlässlich für Unternehmen aller Art. Doch wie setzt du dir diese richtig? Und was bedeutet überhaupt "richtig"? Ziele dienen dazu, allen Mitarbeitern ein klares Bild der Soll-Situation zu vermitteln und sind überaus hilfreich dabei, Prioritäten zu setzen und Leistungen des Marketings realistisch zu messen.

Doch um diese Aufgaben zu erfüllen, müssen Marketing-Ziele eine bestimmte, allgemeingültige Form besitzen: sie müssen SMART sein! Nein, das ist nicht einfach nur ein Anglizismus in Großbuchstaben, um ihm Nachdruck zu verleihen – SMART hat eine überraschende Bedeutung!

via GIPHY

 

Was heißt "SMART"?

 

SMART ist ein Akronym und umfasst die fünf Kriterien, an denen Ziele nach dieser Vorgehensweise ausgerichtet werden müssen: Spezifisch (Specific), Messbar (Measurable), Attraktiv (Attainable), Relevant (Relevant) und Terminiert (Timely). Was das im Detail bedeutet, schauen wir uns jetzt an!

 

Spezifisch:

Was soll genau erreicht werden? Je eindeutiger die Beschreibung, desto größer ist die Chance, dass auch genau diese Wunschvorstellung erreicht wird. Hier geht es um die klare Definition der Zielvorstellung, denn die Formulierung macht den Unterschied. Ein Beispiel: “Ich möchte ein Millionär sein” klingt zwar durchaus verlockend, aber “Ich möchte mit meinem Produkt 50.000 € pro Monat über die nächsten 10 Jahre verdienen.” ist SMART – verstanden?

 

Mögliche Fragen, um das Ziel spezifisch zu verfassen sind:

  • Was soll genau erreicht werden?
  • Wo?
  • Wie?
  • Wann?
  • Womit?
  • Was sind die Limitierungen?

Messbar:

Messbare Ziele bedeutet, genau zu bestimmen, was gesehen, gehört und gefühlt wird, wenn das gewünschte Resultat erreicht wird. Hier wird das große Ganze auf einzelne messbare Elemente heruntergebrochen, um konkrete Beweise für das Erreichen des Ziels zu bestimmen. Beispiel: Glücklicher zu sein ist kein Beweis, aber 2 Mal die Woche Gemüse zu essen, schon. Für Unternehmen wäre es messbar, pro Woche fünf neue Leads zu generieren, anstatt "unser Marketing soll erfolgreicher werden" als Ziel zu definieren.

Attraktiv:

Das englische Wort attainable spiegelt den Kern dieses Kriteriums besser wieder (aber irgendwie muss das Akronym ja auch auf Deutsch funktionieren). Hier geht es im Wesentlichen darum, ob das gesetzte Ziel erreichbar ist und damit für die Beteiligten attraktiv erscheint. Das bedeutet, dass Aufwand, Zeit und andere Aufwendungen im Vergleich zu den Vorteilen der Zielerreichung gesetzt und gegeneinander aufgewogen werden.

Klar, sind die notwendigen Ressourcen nicht verfügbar, stößt das Projekt schnell an seine Grenzen und der Marketing-Erfolg bleibt aus. Da kann das Projektmanagement noch so effizient sein.

Relevant:

Ist das Erreichen dieses Ziels wirklich relevant für das Projekt, die Abteilung oder das gesamte Unternehmen?  Inwieweit leistet es einen Beitrag zum Fortbestand und zum Erfolg der Unternehmung bei?

Wenn, wie in dem vorherigen Punkt beschrieben, bestimmte Ressourcen oder Fähigkeiten fehlen, dann kann diese beschafft oder gelernt werden, aber wenn dem Ziel die tiefere Begründung und damit die Berechtigungsgrundlage fehlt, dann ist ein Erfolg der Kampagne nicht realistisch.
Es ist also unerlässlich zu überlegen, inwieweit das Ziel für Mitarbeiter und Kunden relevant ist.

Terminiert:

“Time is money!” Daher solltest du immer mindestens einen vorläufigen Zeitplan haben. Schließlich weiß jeder, dass erst näher rückende Deadlines Menschen wirklich zum Handeln bewegen (uns natürlich ausgenommen). Die Festlegung und Einhaltung von Deadlines sind also für jedes Team unerlässlich. Dabei sollte die Zeitvorgabe stets realistisch und bis zu einem gewissen Maße flexibel sein. Ohne einen bestimmten Zeitraum ist es unwahrscheinlich, dass das Ziel ein relevantes Ergebnis hervorbringt.

Fassen wir all diese Kriterien zusammen, könnte ein Inbound-Marketing-Ziel wie folgt aussehen:

Bis August 2020 [Terminiert] steigern wir für unseren Newsletter die Anzahl der Abonnenten um 10% [Attraktiv, Messbar] auf 1.000 [Spezifisch, Messbar] und generieren über eine Weiterleitung von diesem Kanal auf unsere Unternehmenswebsite [Spezifisch] zusätzlich 50 neue Leads [Relevant, Messbar].

via GIPHY

Das klingt aber simpel und gar nicht zeitaufwendig? Genau das ist es auch! Wir haben es hier mit keiner Raketenwissenschaft zu tun, denn die Methode kann von jedem und für alles genutzt werden, um Projekte effektiver und Ziele erreichbarer zu gestalten. So behältst du nicht nur das wichtigste im Blick, sondern bleibst auch im Verlauf des Projektes und darüber hinaus motiviert.

Jedes Ziel, von kurzfristig bis zu übergeordneten, langfristigen Zielen kann SMART definiert und damit realistischer werden.
In Unternehmen ist die SMART-Zielsetzung eines der effektivsten und trotzdem am wenigsten genutzte Werkzeuge zur Zielerreichung. Sobald die allgemeinen Grundzüge eines Projektes definiert wurden, ist es Zeit, mittelfristige Ziele festzulegen. Mit einer SMART-Checkliste können die einzelnen Ziele beurteilt werden. SMART-Zielsetzung schafft zudem eine Transparenz für das gesamte Unternehmen. Sie verdeutlicht, wie die Ziele definiert wurden, sowie die Kriterien anhand derer die Umsetzung dieser gemessen wird. Auch schön: Alle lernen etwas dabei!

via GIPHY

Ach ja, fast vergessen: SMART-Ziele werden stets positiv formuliert! Der Fokus liegt ja schließlich auf Wachstum und Verbesserung. Formulierst du SMART-Ziele negativ, so ist das einzige, worauf du dich fokussierst, das, was du eigentlich nicht haben möchtest. Eigentlich logisch, muss aber auch mal gesagt werden.

Wie du siehst, können SMART-Ziele deinem Unternehmen und besonders deinem Marketing einen Bärendienst erweisen – du musst nur mit gutem Beispiel vorangehen!

Du möchtest jetzt direkt loslegen und deine eigenen SMART-Marketingziele setzen, um dein Unternehmen voranzubringen? Dann lade dir hier unsere kostenlose Vorlage zur SMART-Zielsetzung herunter! Wir wünschen viel Erfolg!

 

Zur Vorlage

Falls du Unterstützung brauchst, helfen wir dir natürlich gerne weiter und planen gemeinsam mit dir dein nächstes Marketingziel oder Unternehmensziel! Dabei legen wir natürlich alles SMART und anhand einer funktionierenden Strategie fest. Hast du Lust?

 

Holger Hartmann

Holger ist nicht nur Gründer und Geschäftsführer von B2, sondern hat sich bei uns auch das Thema Online-Marketing zu eigen gemacht. Zurecht! Schließlich ist er meistens der Erste, der die neuesten Trends und Tools entdeckt und ins Team streut.

Unser Digital-Marketing-Blog

Gestatten, hier bloggt B2 – eine Werbeagentur mit digitalem Schwerpunkt aus dem kleinen, aber schönen Städtchen Aschaffenburg. Unsere Themen: Digitales Marketing mit allem, was dazugehört – von Strategie, Markenentwicklung, Kampagnen, Social Media, Inbound-Marketing bis hin zu Datenschutz, fiesen KPIs und Marketing-Automation. Wir freuen uns über Anregungen, Kritik und Feedback und hoffen euch gefällt’s!

Nie wieder etwas verpassen:

Einfach E-Mail-Adresse eintragen, um den Newsletter zu erhalten.
No Spam – versprochen.