The Barack Obama Memorial Pounder
Dienstag, den 20. Januar 2009Wir lieben Amerika!
Na ja. Ganz besonders lieben wir jenen Teil Amerikas, der zwischen zwei mehlige Brötchenhälften passt. Was geht schon gegen einen mehrstöckigen, fetttriefenden und gurkenverzierten Hamburger? Gar nichts, exactly.
Natürlich ist der 20. Januar 2009 sowieso ein guter Tag zum Burgeressen.
Wer sich heute betont pro-amerikanisch gibt, fällt in der Masse gar nicht auf. Das ist taktisch günstig für uns. Schließlich wollen wir an jenem Tag, an dem die hiesige USA-Stimmung (aufgrund enttäuschter Erwartungen) abermals umschwenkt, behaupten können: “Nee, wir sind kritisch geblieben! Immer!”
You know?
Also. Ohne jede Furcht vor Imageverlust bei vielleicht wiederkehrender Amerika-Antipathie schichten wir Hackfleisch, Tomaten und Käsescheiben zu meterhohen Türmen und setzen dem zur Stunde beliebtesten Menschen des Planeten ein würdiges kulinarisches Denkmal. Wer auch immer da draußen mitkochen möchte: god bless the keen!
Und so funktioniert der Barack Obama Memorial Pounder:

Schritt 1: Zunächst müssen alle Zutaten zusammengerafft werden. Wir empfehlen Hack, Tomaten, Salat, Gürkchen, Käse, Bacon-Streifen und ein riesiges Arsenal möglichst amerikanischer Saucen.

Schritt 2: Das Geheimnis eines jeden Burgers liegt in seiner Vielschichtigkeit. Da die Höhe des Burgers als Maßstab für seine Bekömmlichkeit gilt, ist Geizen absolut fehl am Platz, was die Anzahl der Lagen betrifft.

Schritt 3: Im Sinne einer ausgewogenen Ernährung darf eine Salatbeilage nicht fehlen. Der Vorteil: Aus praktisch allem, was beim Burgerbelegen übrig bleibt, lässt sich Salat machen.

Schritt 4: Wer Amerika sachgerecht Tribut zollen will, darf sich beim Essen jaah keine Zeit lassen – es heißt nicht umsonst “Fast Food”! Ergo: Runterschlingen ist angesagt, Tischmanieren weniger. Aber dafür schmeckt’s ja auch besser.

Schritt 5: Ganz wichtig ist es, zum Schluss hochbetroffen auf den eigenen leeren Teller und die Sauerei darum herum zu blicken. Und zu betonen, dass dies die letzten schlimmen Nachwirkungen der Regierung W. Bush seien.

