Eine Kalkulation von Laura

So erstellst du ein sinnvolles Inbound-Marketing-Budget.

Donnerstag, 09.08.2018

So erstellst du ein sinnvolles Inbound-Marketing-Budget.

Autor: Laura Ermel

Kategorien: Inbound Kampagne

Ok, Hand aufs Herz. Marketingbudgets sind in der Tat ein kritisches Thema in vielen Unternehmen. In den meisten Fällen hat Marketing leider immer noch das Image einer Kostenstelle, die keine messbaren, vertriebsrelevanten Ergebnisse erzielt.

Dank Inbound Marketing können wir die neue Ära der messbaren, verständlichen Vermarktung einleiten!

Trotzdem bleibt die Frage: Wie viel Budget brauchst du, um deinen Sales-Kollegen qualifizierte Leads zu liefern? Das hängt von zahlreichen Faktoren, wie Anzahl der Leads, dem Kundenwert, der Branchen, den Keywords und vielen weiteren Punkten ab.
Halt, bevor du jetzt aufhörst, zu lesen und dir denkst “Na toll, das hilft mir jetzt nicht wirklich weiter.”

Wir möchten dich natürlich unterstützen und dir hilfreiche Tipps an die Hand geben, an denen du dich orientieren und, die du in deinem Alltag einsetzen kannst.

Um dir ein klares, nachvollziehbares Bild der anfallenden Kosten zu geben, werden wir uns an den einzelnen Maßnahmen entlang hangeln und betrachten, wie hoch deren Anteil am Gesamtbudget ist bzw. sein kann.

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#1 Die Strategie

Bevor du überhaupt mit der Vermarktung starten kannst, ist es sinnvoll, dir eine konkrete Strategie zu überlegen, die sowohl auf deine Marketing- als auch auf die Unternehmensziele einzahlt. Hierbei empfiehlt es sich, eine externe Partei – beispielsweise eine Agentur – mit ins Boot zu holen, die einerseits Erfahrung mit der Inbound-Methodik hat und andererseits ein neutraler Berater ist, der dich dabei unterstützt von Außen auf dein Unternehmen zu schauen, deine Zielgruppen-Personas genau zu definieren und eine ganzheitliche Marketing-Strategie zu entwickeln.

Je nachdem, ob du dir Rat von externen Beratern holst und je nach Aufwand, können für die Entwicklung und Ausarbeitung der Strategie ca. 3.000 bis 10.000 EUR anfallen. Ja, das kann viel Geld sein, je nachdem wie groß dein Unternehmen und wie hoch euer Umsatz ist – aber es lohnt sich! Ohne eine solche ganzheitliche Strategie wirst du während der Umsetzung der eigentlichen Marketingmaßnahmen unnötig Geld in den Wind schießen. Mithilfe dieser Vorausplanung weißt du ganz genau, wo du dein Budget allokieren musst, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

 

#2 Das initiale Setup

Das Ergebnis einer solchen Strategie sollte ein Persona-Steckbrief sein, anhand dessen du genau einschätzen kannst, welche Maßnahmen und Kanäle für deine Kampagne relevant sind. Nun geht es daran zu beurteilen, ob all diese Kommunikationskanäle bereits optimal aufgesetzt sind, um mit ihnen Inbound Marketing zu betreiben.

Wir können aus Erfahrung sagen: Das sind die Wenigsten. Das ist auch ganz normal. Schließlich wurde beispielsweise deine Unternehmenswebsite einmal unter ganz anderen Voraussetzungen erstellt.

Meist reicht es für den Anfang aus, die bestehenden Kanäle (wie die Website) ein wenig anzupassen. Ein großer Relaunch ist meist nicht direkt notwendig.

Teil dieses initialen Setups ist beispielsweise:

  • Das Aufsetzen von relevanten Tools, wie Google Analytics oder Ads
  • Das Implementieren einer Marketing-Automation
  • Das Schreiben von Redaktionsplänen
  • Die Überarbeitung der Website (z.B. Einbindung eines Blogs)
  • Die Erstellung der 1. Kampagne inklusive Content und allen relevanten Werbemitteln

Im Optimalfall sollte dieser Prozess ungefähr einen Monat dauern. Da die wenigsten Unternehmen in der Lage sind, diesen intern abzubilden und durchzuführen, ist auch hier wieder Hilfe von Außen notwendig.
Diese Unterstützung kostet schätzungsweise zwischen 5.000 und 20.000 EUR.

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Puh, ganz schön viel Geld – und dabei haben wir noch nicht einmal die erste Anzeige geschaltet!

Das kommt jetzt.

 

#3 Die Inbound Kampagne

Sobald alles strategisch geplant und ausgesetzt ist, bist du bereit für den Launch deiner ersten Kampagne. Ist diese erstmal am Laufen, muss sie dauerhaft gepflegt und aktualisiert werden.

Hierzu zählt einerseits die kontinuierliche Erstellung von Inhalten für den Blog und die sozialen Kanäle, aber auch die stetige Überwachung von bezahlten Anzeigen bei Google, Facebook, Instagram und Co.

Des Weiteren ist es bei Inbound Marketing von höchster Wichtigkeit, die eingehenden Leads über beispielsweise Newsletter-Anmeldungen über den sogenannten Lead-Nurturing-Prozess zu pflegen und letztendlich zu einem zahlen Kunden weiterzuentwickeln. Das bedarf einerseits die Zeit deines Sales-Teams, aber auch der Erstellung und des Versands von Mailings, die deinen Lead tatsächlich interessieren. Was bedeutet das? Naja, du kannst nicht einfach in regelmäßigen Abständen einen klassischen Spam-Newsletter an all deine Leads rausschicken und darauf hoffen, dass sie daraufhin zu Kunden werden.

Bei Inbound Marketing legen wir besonderen Wert darauf, die Bedürfnisse der Interessenten in den Vordergrund zu stellen. Das heißt, im besten Fall erhält jeder Empfänger eine personalisierte E-Mail, die wir aufgrund seines bisherigen Verhaltens (welche Blog-Artikel hat er bereits gelesen, welches E-Book hat er sich heruntergeladen) an seine aktuelle Stufe in der Customer Journey anpassen und ihm so einen echten Mehrwert liefern.

All diese Maßnahmen brauchen Zeit und Ressourcen. Schätzungsweise solltest du hier ein monatliches Budget von 2.000 bis 10.000 EUR einplanen.

Aber Achtung! Das ist noch nicht das Ende der monatlichen Kosten. Schließlich wollen wir ja auch die nötige Aufmerksamkeit für unsere Kampagne generieren. Das eigentliche Ziel von Inbound Marketing, mit Hilfe von relevantem Content möglichst viel organischen Traffic (unbezahlt) auf unseren Plattformen zu ziehen, reicht insbesondere am Anfang nicht aus, um schnelle Ergebnisse zu erzielen und die Initialkosten zu rechtfertigen. Daher bedarf es gerade am Anfang bezahlten Anzeigen, mit Hilfe derer wir uns Traffic “einkaufen” und unsere Reichweite vergrößern.

 

# 4 Das Mediabudget

Das Mediabudget, sprich das Geld was du für Anzeigen auf Google und in den sozialen Medien ausgibst, hängt primär von deinen Zielen und deiner Ausgangssituation ab. Abhängig von der gewünschten Zahl an Website-Besuchern und Leads, in Relation zu deinen bisherigen Ergebnissen, solltest du ein monatliches Anzeigenbudget ab 1.000 EUR einplanen. Nach oben sind dir hier keine Grenzen gesetzt.

 

#5 Zusätzliche Kosten

E-Mail-Automation, Social Media Postings, neue Bloginhalte. All diese Inbound-Teilbereiche erfordern jeder für sich viel Aufmerksamkeit und stetige Betreuung. Eine Aufgabe, die in einem Unternehmen oder gar von einer Einzelperson nur schwer bis gar nicht optimal gemeistert werden kann.  

Daher gibt es auf dem Markt mittlerweile zahlreiche Tools, die diese Maßnahmen vereinfachen oder automatisieren. Das spart Zeit und Ressource, kostet aber dafür. Ein gutes Beispiel für eine ganzheitliche Marketing-Automations-Plattform ist HubSpot. Je nach Paketumfang ist diese ab ca. 800 EUR im Monat zu haben.

 

Das große Inbound Marketing Budget

Herzlichen Glückwunsch, wenn du es bis hierher geschafft hast und noch nicht von der der Flut an Informationen und Zahlen erschlagen wurdest!

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Rechnet man alle oben genannten Schätzwerte zusammen, kommt man auf einen Betrag von ca. 25.000 EUR für das initiale Setup und zusätzlichen monatlichen Kosten von ca. 2.000 EUR.
Je nach Unternehmensgröße und -umsatz mag dir das viel, wenig oder genau richtig vorkommen.

Grob gesagt, solltest du für Marketing im Jahr 5 % bis maximal 11 % deines Umsatzes ausgeben. Je nachdem wie groß der Anteil von Inbound an deinen gesamten Marketingaktivitäten ist, bemisst sich dessen Anteil und damit auch das Inbound Marketing Budget.

Hast du noch Fragen zur Budgetverteilung oder benötigst du Hilfe bei der Umsetzung einzelner Maßnahmen? Dann melde dich bei uns, wir beraten dich gern!

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Laura Ermel

Laura ist Digital-Marketing-Managerin. Sie berät entlang der digitalen Kundenreise in strategischen Fragestellungen. Gleichzeitig ist sie verantwortlich für Kampagnen und Aussteuerung von Inhalten an die Zielgruppen. Sie hat also alle wichtigen Kennzahlen fest im Blick …

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